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HINTERGRUND

Die Erklärung von Rom (The Declaration of Rome) Seite 2

Pontificia Universita Gregoriana; World Congress: Child Dignity in the Digital World

Fortsetzung der Die Erklärung von Rom

Diese Erklärung von Rom ist eine Handlungsaufforderung:

  1. An die Führungspersönlichkeiten weltweit: Sie müssen eine globale Initiative starten, die die Menschen weltweit über die Schwere und das Ausmaß von Missbrauch und Ausbeutung von Kindern informiert sowie nationale Führungspersönlichkeiten zum Handeln auffordertli>
  2. An die Führer der Weltreligionen: Sie müssen die Mitglieder aller Glaubensgemeinschaften informieren und mobilisieren, so dass diese sich weltweit im Rahmen einer gemeinsamen Bewegung für den Schutz von Kindern einsetzen.
  3. An die Parlamente in der Welt: Sie müssen ihre Gesetze effektiver gestalten, um die Kinder besser zu schützen, und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die Kinder missbrauchen und ausbeuten.
  4. An die Führungskräfte in IT-Unternehmen: Sie müssen sich zur Entwicklung und zum Einsatz von neuen Methoden und Technologien verpflichten, die die Verbreitung von Missbrauchsbildern im Internet bekämpfen, und die Weiterverbreitung von Bildern identifizierter minderjähriger Missbrauchsopfer unterbinden
  5. An alle Gesundheitsminister und Leitungsmitglieder von NGOs: Sie müssen die Hilfe für minderjährige Missbrauchsopfer stärken und Behandlungsprogramme für Opfer von Missbrauch und sexueller Ausbeutung verbessern.
  6. An Regierungsbehörden, Zivilgesellschaft und Strafverfolgungsbehörden: Sie müssen die Anerkennung und Identifikation von minderjährigen Opfern verbessern sowie Hilfe für die große Anzahl von Opfern von Kindesmissbrauch und sexueller Ausbeutung im Dunkelfeld sicherstellen.
  7. An alle Strafverfolgungsorganisationen: Sie müssen ihre regionale und globale Zusammenarbeit ausdehnen, um den Informationsaustausch bei den Ermittlungen zu verbessern und um gemeinsam ihre Bemühungen zu verstärken, gegen die grenzüberschreitenden Verbrechen an Kindern vorzugehen.
  8. An alle medizinischen Einrichtungen: Sie müssen die Ausbildung von medizinischem Fachpersonal verbessern, so dass dieses die Anzeichen für Missbrauch und sexuelle Ausbeutung erkennt, und das Meldeverhalten gegenüber den Behörden sowie die Behandlung von Missbrauch und sexueller Ausbeutung verbessern.
  9. An Regierungen und private Institutionen: Sie müssen die Ressourcenlage für psychologisches und anderes Fachpersonal verbessern, damit diese die Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder, die missbraucht oder ausgebeutet worden sind, ausbauen können.
  10. An die weltweit führenden Institutionen im Gesundheitssektor: Sie müssen ihre Forschung zu den Auswirkungen extremer Darstellungen von Pornographie in Bildern und Videos auf Kinder und Jugendliche intensivieren.
  11. An die Führungspersönlichkeiten in Regierungen, Gesetzgebungsorganen, privaten Unternehmen und Religionsgemeinschaften weltweit: Sie müssen sich dafür einsetzen und entsprechende Vorkehrungen treffen, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Inhalten im Netz haben, die nur für Erwachsene geeignet sind.
  12. An Regierungen, private Unternehmen und Religionseinrichtungen: Sie müssen eine globale Initiative aufsetzen, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche zu befähigen und ihnen die notwendigen Mittel an die Hand zu geben, das Internet sicher und verantwortungsvoll zu nutzen und den Schaden abzuwenden, der vielen Gleichaltrigen angetan wird.
  13. An Regierungen, private Unternehmen und Religionseinrichtungen: Sie müssen eine globale Initiative aufsetzen, um Bürger in allen Staaten auf den Missbrauch und die sexuelle Ausbeutung von Kindern aufmerksam zu machen, und sie zu ermutigen, vermutete, beobachtete oder bekannte Missbrauchs- und Ausbeutungsfälle den zuständigen Behörden zu melden.

Im Internetzeitalter sieht sich die Welt noch nie dagewesenen Herausforderungen bei der Bewahrung von Kinderrechten, der Kinderwürde und des Kindesschutzes vor Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. Diese Herausforderungen verlangen nach neuen Denk- und Lösungsansätzen, starkem globalem Bewusstsein und couragierter Führung. Aus diesem Grund fordert diese Erklärung von Rom alle auf, sich für den Schutz der Würde der Kinder einzusetzen.

Öffentlich präsentiert am 6. Oktober 2017.

Hier gelangen Sie zur "Erklärung von Rom" auf der Seite des Vatikan.


Die Antwort des Papstes ist hier zu lesen.


Hier gelangen Sie zum direkten Download der Erklärung von Rom auf Deutsch:


Direkter Download (pdf, 0.884 MB)