Diese Webseite verwendet Session-Cookies, die gelöscht werden, sobald Sie die Seite wieder verlassen oder den Browser schliessen.
Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit der Cookie-Nutzung einverstanden.
Mehr Informationen Okay

Direkt zum Seiteninhalt springen - Tastenkürzel 2 Direkt zum Hauptmenü springen - Tastenkürzel 1 Direkt zur Suche springen - Tastenkürzel 5

AKTUELLES


  • Veröffentlicht am 17.01.19

    merzWISSENSCHAFT: Kinder / Medien / Rechte - Komplexe Anforderungen an Zugang, Schutz und Teilhabe im Medienalltag Heranwachsender

    Jutta Croll

    Kinder haben Rechte. Dies ist nicht zuletzt in der UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgeschrieben. Diese Vereinbarung war im Jahr 1989 revolutionär und ihre Umsetzung ist leider bis heute nicht selbstverständlich. Gerade angesichts der Digitalisierung ist es lohnenswert, einen Blick darauf zu werfen, wie die Rechte der Kinder in der Gestaltung und Bereitstellung von Medienangeboten, aber auch bei medienpädagogischen Aktivitäten berücksichtigt werden. Im Zuge der Mediatisierung aller Lebensbereiche („deep mediatisation“) erscheint dies wichtiger denn je. Neue digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe – auch Kinder und Jugendliche profitieren beispielsweise von den vielfältigen Informations- und Kommunikationsangeboten.

    In der Sonderausgabe merzWissenschaft Nr.6 erschienen im Dezember 2018 sind zwei Artikel erschienen, die auf den Arbeiten des Projekts Kinderrechte.digital beruhen.

    Stopp! Geheim - Das Kinderrecht auf Datenschutz und Privatsphäre in der digitalen Welt

    Zentrale Themen des Beitrags sind Datenschutz und Privatsphäre aus kinderrechtlicher Perspektive. Es wird diskutiert, wie die EU-Da­tenschutz-Grundverordnung (DSGVO) den besonderen Schutzbedarf von Kindern adressiert und wie eine am Kind orientierte Umsetzung der DSGVO aussehen kann. Die Thematik wird aus drei Perspektiven beleuchtet: dem fachlichen Bezug zu Kinderrechten auf nationaler Ebene, der Einordnung in den europäischen Kontext und der Einbe­ziehung der kindlichen Sichtweise auf das Thema.

    Der Einfluss von Domainnamen auf die Rechte von Kindern im Internet

    Angesichts der zentralen Bedeutung des Internets für Kinder im 21. Jahr­hundert können das Domain Name System (DNS) und die Verfahren, die zur Vergabe von Domain-Namen führen, entscheidenden Einfluss auf die Rechte von Kindern auf Zugang, Schutz und Teilhabe haben. Der Grund dafür liegt in den Vertragsbedingungen, zu denen ICANN Domainnamen vergibt. Diese können entweder Maßnahmen zur Wahrung jener Rechte vorsehen oder sie können großzügiger gestaltet sein und so den Weg freimachen für Absichten, die diese Rechte und die Sicherheit von Kindern gefährden. Der Artikel beschreibt die Infrastruktur der Internet Corporati­on of Assigned Names and Numbers – ICANN und bietet eine Perspektive sowohl auf das Potenzial des DNS zur Verwirklichung der Kinderrechte als auch auf die Verpflichtungen der für die Verwaltung des DNS Verant­wortlichen, das heißt ICANN selbst sowie der Registries und Registrare gegenüber Kindern.

    Hier gelangen Sie zu den Kurzfassungen aller enthaltenen Artikel

    Hier gelangen Sie direkt zu der Bestellung der Ausgabe

    Lesen Sie mehr zum Thema : www.merz-zeitschrift.de/alle-ausgaben...


  • Veröffentlicht am 08.01.19

    Themen für das Internet Governance Forum 2019 gesucht

    IGF Internet Governance Forum

    Unter Internet Governance versteht man die Entwicklung und Anwendung von gemeinsamen Prinzipien, Normen, Regeln, Entscheidungsprozesses und Programmen, die die Weiterentwicklung und Nutzung des Internet gestalten, durch Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft.

    Das Internet Governance Forum – IGF ist eine von den Vereinten Nationen initiierte, für jeden offene Veranstaltung, die seit 2006 jährlich stattfindet. Dabei stehen die weltweite Verbreitung, Nutzung, technische Ausgestaltung und Regulierung des Internets auf der Agenda. Die Wahrung der Menschenrechte spielt dabei von Beginn an eine große Rolle. In diesem Jahr besteht durch einen offenen Aufruf wieder die Möglichkeit, die Rechte und den Schutz von Kindern in den Fokus des IGF zu rücken.

    Bis zum 24. Januar 2019 können alle interessierten Akteure noch Themen für das IGF 2019 vorschlagen. Das Formular ist zu finden unter https://www.intgovforum.org/multilingual/content/igf-2019-call-for-issues

    Lesen Sie mehr zum Thema : www.intgovforum.org/


  • Veröffentlicht am 16.11.17

    kinderrechte.digital

    20. November 2017: Heute ist Internationaler Tag der Kinderrechte, die UN-Kinderrechtskonvention feiert ihren 28. Geburtstag. Seit der Verabschiedung der Kinderrechte hat sich die Welt verändert, Internet, Apps und Onlinespiele sind für Kinder heute eine Selbstverständlichkeit. Sie bringen neue Möglichkeiten des Spielens und Lernens und können die Rechte von Kindern stärken, aber sie bergen auch Gefahren.

    Wer Kinderrechte heute verstehen und verwirklichen will, muss die Chancen und Risiken der Digitalisierung mitdenken und sich auf die digitalisierte Lebenswelt von Kindern einlassen. Jedes Kind hat das Recht auf Zugang zu digitalen Medien, auf Bildung mit digitalen Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz. Das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit wird ganz klar durch das Internet gestärkt, aber dabei muss auch der Schutz vor neuen Formen und Phänomenen der Diskriminierung, beispielsweise Cyber-Mobbing oder Hate Speech, gewährleistet sein. Die Kinderrechtskonvention garantiert das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilhabe, aber bisher sind digitale Spielplätze für Kinder (noch) keine Selbstverständlichkeit. Die Privatsphäre von Kindern ist durch das Internet verletzlicher geworden, Gewalt und Missbrauch finden auch online statt. Deshalb muss das digitale Umfeld Schutzmechanismen bereitstellen, die das Alter und die Fähigkeit der Kinder berücksichtigen.

    Am Weltkindertag 2017 ist es Zeit, die Kinderrechte in der digitalen Welt zu stärken. Denn für Kinder stellt das Internet die Welt nicht auf den Kopf, sondern macht sie größer, bunter und vielfältiger.

    Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt - Kinderrechte.digital

    Im April 2016 hat der Europarat die sogenannte Sofia-Strategie zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Diese umfasst neben Aspekten wie Chancengleichheit, Teilhabe, Gewaltfreiheit und kinderfreundliche Justiz auch die Digitalisierung der Lebenswelten von Kindern. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Projektes Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen sowie Maßnahmen zum Schutz von Kindern und zur Prävention von Risiken analysiert.

    Im Zuge der internationalen Kooperation hat das Projekt Kinderrechte.digital vom 3. bis 6. Oktober 2017 am Weltkongress zur Würde des Kindes, veranstaltet von der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom, teilgenommen und ein Programm zur Umsetzung der „Erklärung von Rom", die zum Abschluss in einer Audienz Papst Franziskus präsentiert wurde, entwickelt. Die Erklärung fordert Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Rechte und der Würde von Kindern in der digitalen Welt sicherzustellen. Die Erklärung von Rom kann auf der Projektwebseite kinderrechte.digital nachgelesen werden.



<< < 1 2