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AKTUELLES


  • Veröffentlicht am 15.02.18

    Call: International Children’s Peace Prize

    kinderrechte.digital

    Seit 2005 wird von der KidsRights Foundation jährlich der Internationale Children´s Peace Prize verliehen. Ausgezeichnet werden Kinder, die sich auf besondere Weise für die Rechte von Kindern einsetzen. Der Preis bietet Kindern eine Plattform, ihre Ideen breitflächig zu präsentieren und dient gleichzeitig als Anerkennung für das herausragende Engagement, das sie bisher leisteten.

    Bis zum 1. März 2018 können wieder besonders engagierte Kinder und Jugendliche für den Preis nominiert werden.

    Die Nominierungen können verschiedenen Kategorien, wie Bildung, Partizipation oder Frieden zugeordnet werden. Dem Thema Kinderrechte und digitale Medien ist bisher noch keine eigene Kategorie gewidmet. Allerdings haben einige der mit den Children’s Peace Prize ausgezeichneten Kinder digitale Medien als Werkzeug ihrer Kinderrechtsarbeit genutzt.

    Zum Beispiel Eva Tolage, 17 Jahre aus Tansania: Sie hat eine Petition unter dem Hashtag #StandwithEva gestartet, die die Tansanische Regierung aufforderte, für sauberes Wasser an Schulen in Tansania zu sorgen. Dafür konnte sie über 150.000 Unterschriften sammeln, was die Regierung veranlasst hat, sauberes Wasser und sichere Toiletten an Schulen zur Verfügung zu stellen. Dadurch wurde die Situation für viele Kinder und Familien verbessert, sie gelangen schneller an sauberes Wasser, die Kinder müssen keine weiten Wege zu Brunnen zurücklegen und haben dadurch mehr Zeit für ihre schulische Bildung.

    Oder Nikhiya, 15 Jahre aus Indien: Nikhiva hat die Kampagne „Bags, Books and Blessings“ zur besseren Ausstattung von Kindern in der Schule ins Leben gerufen. Über Social Media und bekannte Zeitungen hat sie dazu aufgerufen, Schulsachen für Kinder zu spenden, deren Familien sich dies nicht leisten können. Das Projekt hat in 3 Jahren bereits über 7.700 Schülerinnen und Schüler mit Materialien ausgestattet.

    Diese Sichtbarkeit für Projekte und das Engagement von Kindern, die sich besonders für die Rechte anderer Kinder einsetzen, ist es wert, weiter gefördert zu werden.

    Kennen Sie ein Kind, dessen Aktivitäten und großartiges Engagement – auch durch digitale Medien –, eine Verbesserung der Durchsetzung von Kinderrechten bewirken konnte oder bewirkt? Dann nominieren Sie dieses Kind bis zum 1. März auf der Seite des International Children´s Peace Price.

    Lesen Sie mehr zum Thema : childrenspeaceprize.org


  • Veröffentlicht am 22.12.17

    IGF Tag 4: Botschaften aus Genf

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    21.12.2017 Mit Botschaften aus Genf ist am 21. Dezember das zwölfte Internet Governance Forum zu Ende gegangen. Mehr als 2.000 Teilnehmende aus aller Welt haben sich erneut mit Fragen des chancengleichen Zugangs zu digitalen Medien, mit Netzneutralität und den ökonomischen und ökologischen Folgen der Digitalisierung befasst. Als roter Faden zog sich das Thema Sicherheit durch viele der Sessions und Workshops. Dabei wurde deutlich, dass sich das Gefährdungspotenzial seit den Anfängen des IGF deutlich verändert hat. Waren es damals noch SPAM-E-Mails, die als Sicherheitsrisiko diskutiert wurden, sind es heute massive Attacken auf die digitale Infrastruktur, welche die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum gefährden.

    Eine Kernbotschaft aus Genf lautet daher: Die Gesellschaft kann nur dann in vollem Umfang Nutzen aus der Digitalisierung ziehen, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Dies bedeutet, dass Strategien und Schutzkonzepte weiterentwickelt und weltweit gleichermaßen implementiert werden müssen. Angesichts der weltumspannenden Infrastruktur und Nutzung des Internets bedeuten die in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägten Sicherheitsmechanismen eine generelle Gefährdung.

    Gleichzeitig wurde in den Tagen von Genf der gesellschaftliche Auftrag bekräftigt, allen Menschen Zugang zu verschaffen, ihre Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien zu fördern und verletzlichen Gruppen – wie Kindern und Jugendlichen – besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

    Der Multistakeholderansatz hat sich seit dem World Summit of Information Society – WSIS für die Bewältigung dieser Herausforderungen bewährt und weiterentwickelt. Dass er über den Rahmen des IGF hinaus wirksam ist, zeigt sich am Beispiel von Kenia. Dort ist – in Folge des Internet Governance Forums 2011 in Nairobi – eine Multistakeholder-Beratung vor der Verabschiedung einer Gesetzesänderung inzwischen obligatorisch.

    Armin Plum vom Department of Economic and Social Affairs der Vereinten Nationen zitierte seiner Abschlussrede den UN Unter- Generalsekretär Liu Zhenmin wie folgt: “Ein inklusives und sicheres Internet, dessen Vorteile der Bevölkerung in den entwickelten wie in den sich entwickelnden Ländern gleichermaßen zu Gute kommt, ist unsere gemeinsame Verantwortung.”

    Mit diesem Auftrag freuen wir uns auf die Arbeit in den kommenden Monaten und auf das nächste IGF, wo auch immer dieses stattfinden wird.


  • Veröffentlicht am 21.12.17

    IGF Tag 3: Dynamic Coalitions Day

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    Der dritte Tag des IGF beginnt mit der Main Session of Dynamic Coalitions. Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, die gemeinsame Interessen verfolgen und ihre Themen zusammen bearbeiten. Insgesamt sind zurzeit 17 Gruppen aktiv, die in ihrer Zusammensetzung ebenfalls das Multistakeholder-Prinzip spiegeln.

    Die Dynamic Coalition on Child Online Safety – (DC-COS) wurde 2007 in Rio de Janeiro gegründet. Sie wird von ecpat international koordiniert und befasst sich mit allen Fragen, die Gefährdungspotenziale und Schutzmöglichkeiten für Kinder im Internet betreffen. In 2007 war die Stiftung Digitale Chancen mit dem europäischen Projekt Youth Protection Roundtable beim IGF vertreten. Wir haben uns schon bei der Gründung der Dynamic Coalition angeschlossen, um uns am internationalen Austausch zu Fragen des Jugendmedienschutzes zu beteiligen.

    In der Main Session wurden die Arbeitsschritte und Ergebnisse, die in den zwölf Monaten seit dem IGF in Guadalajara erzielt wurden, vorgestellt und erörtert. Die Dynamic Coalition on Child Online Safety fokussierte auf die Declaration of Rome und den Input der Coalition Members zu diesem Dokument. Übergreifend wurden Synergien zwischen den einzelnen Coalitions deutlich, die künftig noch intensiver für die Arbeit genutzt werden sollen. Dazu gehören Themen wie Netzneutralität, öffentlicher Zugang und ein übergreifendes Konzept für die Einwilligung in Online-Aktivitäten, das unter dem Begriff des „Consent by Design“ diskutiert wurde.

    Am Nachmittag fand der Workshop der Dynamic Coalition on Child Online Safety statt. Thema war das Monitoring von Inhalten. John Carr erläuterte für ecpat international, dass die Plattformanbieter ihre Anstrengungen zur Löschung illegaler Inhalte deutlich verstärkt haben. Gleichzeitig gebe es Berichte darüber, dass vielfach freiberuflich Tätige in Südostasien diese Aufgaben – oft unter schlechten Bedingungen – am häuslichen Arbeitsplatz wahrnehmen. Es sei nicht hinnehmbar, so John Carr, dass die westliche Welt ihren Inhaltemüll ebenso wie ihren Elektronikschrott in Entwicklungsländern ablade, wo schlechtbezahlte Frauen – teilweise auch in Anwesenheit der eigenen Kinder – Darstellungen schwerster Gewalt oder des sexuellen Missbrauchs von Kindern sichteten und aussortierten. Karuna Nain, facebook und Marco Pancini, Google erklärten den Umgang der von ihnen vertretenen Unternehmen mit Beschwerden über Inhalte. Die größte Herausforderung sei die Bewältigung der Menge an Reports. Alle illegalen Inhalte werden nach sorgfältiger Prüfung gelöscht, aber viele der gemeldeten Inhalte verstießen nicht gegen geltendes Recht oder die Bedingungen der Plattformbetreiber. Michael Tunks von der Internet Watch Foundation ging auf das Programm für die Mitarbeitenden ein, die sich täglich mit großen Mengen von kaum zumutbaren Darstellungen befassen müssen und erklärte, welche Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, um die schweren Belastungen abzufedern. Larry Magid, Mitglied des Safety-Boards von facebook und anderer großer Unternehmen erklärte, dass ihm die Problematik von Personen, die freiberuflich derartige Inhalte monitoren und daher nicht durch entsprechende Programme angesprochen werden, bisher nicht bewusst gewesen sei. Das bestätigten mehrere der rund 50 Teilnehmenden an dem Workshop. Diese stellten zugleich kritische Fragen im Hinblick darauf, dass die Entscheidung ob ein Inhalt zulässig sei oder nicht zunehmend in den Händen der Plattformbetreiber liege. Catrin Bauer-Bulst von der Europäischen Kommission erklärte darauf hin, dass es in Europa keine Verpflichtung zum Monitoring gebe, die Unternehmen sich aber, wenn sie Kenntnis von illegalen Inhalten erlangen, an geltendes Recht halten müssten. Anders als in den USA sehe die E-Commerce-Richtlinie keine „Gute Samariter-Regel“ vor, nach der ein Plattformanbieter, der die Inhalte auf seinen Servern kontrolliert, nicht für die Löschung oder den Verbleib eines Inhalts haftbar gemacht darf.

    Die Vorträge und Diskussionen zeigen die vielfältigen Facetten des Themas und belegen den großen Bedarf an umfassenden Strategien und ganzheitlichen Schutzkonzepten für mehr Onlinesicherheit von Kindern und Jugendlichen. Viel zu tun für die Dynamic Coalition on Child Online Safety auch im Jahr 2018!


  • Veröffentlicht am 20.12.17

    IGF Tag 2: Domainnamen im Fokus

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    19.12.2017: Tag zwei des IGF beginnt für mich mit der Session „Multistakeholder Governance of the Domain Name System, lessons learned from other Internet Governance Issues“.

    Irgendwann kommen alle Unternetnutzerinnen und –nutzer mit dem Thema der Domainnamenvergabe in Berührung, zum Beispiel durch die Registrierung einer eigenen Domain für berufliche oder private Zwecke oder wenn man auf einer Website, die unter einer der neuen generischen Top Level Domains registriert ist, wie die hier verwendete .digital, landet. Kaum jemand kennt allerdings die für die Vergabe zuständige Organisation, deren Strukturen und Prozesse. ICANN ist eine zivilrechtliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Kalifornien, die weltweit agiert. Das spiegelt sich auch in der Zusammensetzung seiner Gremien wider, für die geographische und kulturelle Diversität vorgesehen ist. Grundsätzlich stehen die in der Regel dreimal jährlich durchgeführten mehrtägigen Meetings von ICANN jedermann offen. Allerdings verfügen zivilgesellschaftliche Organisationen und insbesondere solche, die sich für die Rechte und den Schutz von Kindern einsetzen, nur selten über die personellen und finanziellen Ressourcen für die Teilnahme an den in allen Teilen der Welt veranstalteten Treffen.

    In einer Lightning Session hatten wir heute die Gelegenheit, den IGF-Teilnehmenden „Aspekte von Kinderschutz und Kinderrechten bei der Vergabe von Domainnamen“ zu erklären und mögliche Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken aufzuzeigen.

    Die Vergabe von Domainnamen bietet großes Potenzial, um die Rechte von Kindern zu wahren und ihren Schutz vor ungeeigneten Inhalten und unangemessenen Kontakten zu befördern. Bei Domainnamen, die für Kinder besonders anziehend sind, zum Beispiel solche, die unter .spiel oder .kids angeboten werden, könnte das Risiko einer missbräuchlichen Nutzung der Domain durch entsprechende Sicherheitschecks im Registrierungsprozess deutlich reduziert werden. Wie ein solcher Check für generische Top Level Domains wie etwa .bank organisiert werden kann, zeigt das Beispiel des Verified Top Level Domain Consortiums (vTLD). Die Prüfungen von Bewerbern um entsprechende Domains verursacht Aufwand, daher kostet die Registrierung einer vTLDs derzeit etwa 1.500 USD. Für Unternehmen, die eine .bank Subdomain registrieren möchten, ist das erschwinglich, nicht aber für Kinderschutzorganisationen, die sich um eine .spiel Subdomain bewerben.

    In anderen Fällen sind Domains mit einschlägigen Namen ein direkter Weg zu illegalen Inhalten, wenn dort beispielsweise Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern gehostet werden. Oft kann es ein gemeinsames Interesse der Registry, die zur Vergabe von Subdomains berechtigt ist, und der Kinderschutz-Community geben, den jeweiligen Adressraum „sauber“ zu halten. Unter einer Domain wie www.nackte-jungs.stadt können durchaus legitime Inhalte angeboten werden, aber wenn dort Missbrauchsdarstellungen von Kindern zu finden sind, verletzt das die Rechte und die Würde von Kindern und es schadet der Reputation der jeweiligen Stadt. Um das zu ändern, braucht es die Kooperation der beteiligten Akteure, verlässliche Vereinbarungen und einen Fonds, aus dem die zusätzlichen Sicherheitschecks für kindersensible Domainnamen finanziert werden können.

    Mehr Informationen sind in der Präsentation zur Lightning-Session zu finden, die hier zum Download zur Verfügung steht.


  • Veröffentlicht am 18.12.17

    IGF Tag 1: Internet Intermediäre und ihre Rolle in Bezug auf freie Meinungsäußerung

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    18.12.2017: Heute morgen habe ich beim IGF in Genf an einer Session über Internet Intermediäre teilgenommen. Dieser Begriff wurde vor einiger Zeit geprägt, um die Akteure zu bezeichnen, die in unterschiedlicher Weise Zugang zu verschiedenen Inhalten ermöglichen. Ich war gespannt, ob diese Intermediäre auch Verantwortungsbewusstsein für die Sicherheit von Kinder zeigen.

    In der Session wurde ein Katalog von Empfehlungen vorgestellt, den eine Expertengruppe beim Europarat erarbeitet und zur Annahme durch den Ministerrat vorgelegt hat. Vorab ist es wichtig zu betonen, dass die Empfehlungen sehr gut ausgearbeitet sind. Sie bestehen aus zwei Teilen: den Verpflichtungen der Staaten in Bezug auf den Schutz und die Förderung der Menschenrechte und Grundfreiheiten in der digitalen Welt und den Verantwortlichkeiten der Intermediäre in Bezug auf Menschenrechte und Grundfreiheiten.

    Die Empfehlungen adressieren viele wichtige Aspekte wie zum Beispiel freie Meinungsäußerung und den Schutz von Privatsphäre und persönlichen Daten. Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind in Paragraph 1.3.2 als eine Art von Inhalten genannt, die nicht unter die Verpflichtung einer gerichtlichen Prüfung vor der Beschränkung des Zugangs fallen, das ist eine sehr zu begrüßende Ausnahmeregelung zu Gunsten der Würde von Kindern. Nichtsdestotrotz war ich enttäuscht zu hören, dass die Expertinnen und Experten angesichts der Vielzahl von besonders schutzbedürftigen Gruppen entschieden haben, keine von ihnen in den Empfehlungen ausdrücklich zu benennen. Tatsächlich ist ein Drittel aller Internetnutzer weltweit ein Kind unter 18 Jahren, daher kann man diese Entscheidung nicht damit rechtfertigen, dass die Gruppe zu klein sei, um ihrem Schutz besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

    Lesen Sie mehr zum Thema : www.intgovforum.org/multilingual


  • Veröffentlicht am 16.11.17

    kinderrechte.digital

    20. November 2017: Heute ist Internationaler Tag der Kinderrechte, die UN-Kinderrechtskonvention feiert ihren 28. Geburtstag. Seit der Verabschiedung der Kinderrechte hat sich die Welt verändert, Internet, Apps und Onlinespiele sind für Kinder heute eine Selbstverständlichkeit. Sie bringen neue Möglichkeiten des Spielens und Lernens und können die Rechte von Kindern stärken, aber sie bergen auch Gefahren.

    Wer Kinderrechte heute verstehen und verwirklichen will, muss die Chancen und Risiken der Digitalisierung mitdenken und sich auf die digitalisierte Lebenswelt von Kindern einlassen. Jedes Kind hat das Recht auf Zugang zu digitalen Medien, auf Bildung mit digitalen Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz. Das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit wird ganz klar durch das Internet gestärkt, aber dabei muss auch der Schutz vor neuen Formen und Phänomenen der Diskriminierung, beispielsweise Cyber-Mobbing oder Hate Speech, gewährleistet sein. Die Kinderrechtskonvention garantiert das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilhabe, aber bisher sind digitale Spielplätze für Kinder (noch) keine Selbstverständlichkeit. Die Privatsphäre von Kindern ist durch das Internet verletzlicher geworden, Gewalt und Missbrauch finden auch online statt. Deshalb muss das digitale Umfeld Schutzmechanismen bereitstellen, die das Alter und die Fähigkeit der Kinder berücksichtigen.

    Am Weltkindertag 2017 ist es Zeit, die Kinderrechte in der digitalen Welt zu stärken. Denn für Kinder stellt das Internet die Welt nicht auf den Kopf, sondern macht sie größer, bunter und vielfältiger.

    Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt - Kinderrechte.digital

    Im April 2016 hat der Europarat die sogenannte Sofia-Strategie zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Diese umfasst neben Aspekten wie Chancengleichheit, Teilhabe, Gewaltfreiheit und kinderfreundliche Justiz auch die Digitalisierung der Lebenswelten von Kindern. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Projektes Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen sowie Maßnahmen zum Schutz von Kindern und zur Prävention von Risiken analysiert.

    Im Zuge der internationalen Kooperation hat das Projekt Kinderrechte.digital vom 3. bis 6. Oktober 2017 am Weltkongress zur Würde des Kindes, veranstaltet von der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom, teilgenommen und ein Programm zur Umsetzung der „Erklärung von Rom", die zum Abschluss in einer Audienz Papst Franziskus präsentiert wurde, entwickelt. Die Erklärung fordert Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Rechte und der Würde von Kindern in der digitalen Welt sicherzustellen. Die Erklärung von Rom kann auf der Projektwebseite kinderrechte.digital nachgelesen werden.


  • Veröffentlicht am 06.11.17

    Erklärung von Rom

    Vom 3. bis 6. Oktober 2017 hat an der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom der Weltkongress zur Würde des Kindes stattgefunden. Unter den 30 Sprecherinnen und Sprechern aus aller Welt war auch Jutta Croll, die das Projekt „Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt“ der Stiftung Digitale Chancen repräsentierte.

    Zum Abschluss präsentierten die Kongressteilnehmern in einer Audienz Papst Franziskus die „Erklärung von Rom", die Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auffordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Rechte und der Würde von Kindern in der digitalen Welt sicherzustellen.

    Lesen Sie mehr zum Thema : kinderrechte.digital/hintergrund...