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AKTUELLES


Veröffentlicht am 22.12.17

IGF Tag 4: Botschaften aus Genf

Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

21.12.2017 Mit Botschaften aus Genf ist am 21. Dezember das zwölfte Internet Governance Forum zu Ende gegangen. Mehr als 2.000 Teilnehmende aus aller Welt haben sich erneut mit Fragen des chancengleichen Zugangs zu digitalen Medien, mit Netzneutralität und den ökonomischen und ökologischen Folgen der Digitalisierung befasst. Als roter Faden zog sich das Thema Sicherheit durch viele der Sessions und Workshops. Dabei wurde deutlich, dass sich das Gefährdungspotenzial seit den Anfängen des IGF deutlich verändert hat. Waren es damals noch SPAM-E-Mails, die als Sicherheitsrisiko diskutiert wurden, sind es heute massive Attacken auf die digitale Infrastruktur, welche die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum gefährden.

Eine Kernbotschaft aus Genf lautet daher: Die Gesellschaft kann nur dann in vollem Umfang Nutzen aus der Digitalisierung ziehen, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Dies bedeutet, dass Strategien und Schutzkonzepte weiterentwickelt und weltweit gleichermaßen implementiert werden müssen. Angesichts der weltumspannenden Infrastruktur und Nutzung des Internets bedeuten die in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägten Sicherheitsmechanismen eine generelle Gefährdung.

Gleichzeitig wurde in den Tagen von Genf der gesellschaftliche Auftrag bekräftigt, allen Menschen Zugang zu verschaffen, ihre Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Medien zu fördern und verletzlichen Gruppen – wie Kindern und Jugendlichen – besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Multistakeholderansatz hat sich seit dem World Summit of Information Society – WSIS für die Bewältigung dieser Herausforderungen bewährt und weiterentwickelt. Dass er über den Rahmen des IGF hinaus wirksam ist, zeigt sich am Beispiel von Kenia. Dort ist – in Folge des Internet Governance Forums 2011 in Nairobi – eine Multistakeholder-Beratung vor der Verabschiedung einer Gesetzesänderung inzwischen obligatorisch.

Armin Plum vom Department of Economic and Social Affairs der Vereinten Nationen zitierte seiner Abschlussrede den UN Unter- Generalsekretär Liu Zhenmin wie folgt: “Ein inklusives und sicheres Internet, dessen Vorteile der Bevölkerung in den entwickelten wie in den sich entwickelnden Ländern gleichermaßen zu Gute kommt, ist unsere gemeinsame Verantwortung.”

Mit diesem Auftrag freuen wir uns auf die Arbeit in den kommenden Monaten und auf das nächste IGF, wo auch immer dieses stattfinden wird.