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AKTUELLES


  • Veröffentlicht am 15.04.20

    Eine Woche bis zum Einreichungsschluss für IGF-Workshopvorschläge am 22. April 2020, Mitternacht

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    Noch bis zum 22. April können Workshops für das 15. Internet Governance Forum eingereicht werden. Das Formular steht unter https://www.intgovforum.org/multilingual/content/igf-2020-workshop-proposal-form zur Verfügung.

    Das IGF wird vom 2. bis 6. November 2020 in Kattowitz, Polen stattfinden. Aktuell gehen die Verantwortlichen bei den Vereinten Nationen und dem Gastgeber, der polnischen Regierung, davon aus, dass das Forum wie geplant vor Ort stattfinden wird. Die Multistakeholder Advisory Group ruft ausdrücklich dazu auf, Workshopvorschläge auch dann einzureichen, wenn aufgrund von Reisebeschränkungen derzeit noch nicht alle Sprecher*innen ihre Zusage für eine Vor-Ort-Teilnahme geben können; die technischen Voraussetzungen für eine virtuelle Teilnahme werden vorhanden sein.

    Angesichts der COVID-19 Pandemie zeigt sich jetzt besonders deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten der Internet Governance ist. Bewusste Falschmeldungen und die Manipulation von Informationen in Bezug auf die Herkunft und Verbreitung des Virus haben ebenso negative Auswirkungen wie die Beeinträchtigung der Privatsphäre durch am Küchentisch durchgeführte Webkonferenzen, die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch mehr mit der Nutzung digitaler, vernetzter Endgeräte verbrachte Zeit sowie die Vertiefung einer digitalen Spaltung zwischen denjenigen, die fehlenden persönlichen Austausch und Einschränkungen im Bildungswesen durch den Einsatz digitaler Medien kompensieren können. In den vier Tracks des IGF 2020: Data, Environment, Inclusion und Trust werden alle diese Themen adressiert.


  • Veröffentlicht am 24.01.20

    IGF 2020 - Aufruf zur Bestätigung der thematischen Schwerpunkte

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    Auf der Grundlage der zuvor eingereichten Community-Beiträge und der Diskussion im Rahmen des persönlichen Treffens der Multistakeholder Advisory Group der Vereinten Nationen sowie der ersten offenen IGF-2020-Konsultationen im Januar in Genf wurde vereinbart, das Programm des IGF 2020 wie bereits 2019 nach thematischen Schwerpunkten auszurichten. Die Themen des IGF 2019 in Berlin "Data Governance"; "Digital Inclusion" und "Security, Safety, Stability, Resilience" sind nach wie vor relevant, ergänzend wurden zwei weitere Themen - Klimawandel und ökologische Nachhaltigkeit sowie digitale Wirtschaft - als wichtig identifiziert, die für das Programm 2020 in Betracht gezogen werden sollten. Eine Reihe von Stakeholdern vertrat die Auffassung, dass diese Themen im Mittelpunkt der aktuellen globalen Diskussionen und politischen Prozesse stehen.

    Um die Konsistenz zu gewährleisten und die mit den drei thematischen Schwerpunkten verbundenen Unterthemen und Fragen zu berücksichtigen, schlug die MAG vor, die Formulierung der thematischen Schwerpunkte zu vereinfachen:

    • Data (angelehnt an Data Governance aus 2019)
    • Inclusion (angelehnt an Digital Inclusion aus 2019)
    • Trust (angelehnt an Security, Safety, Stability, Resilience)

    Dies soll dazu beitragen, die Diskussion aus dem Jahr 2019 fortzusetzen und sie zu vertiefen sowie neue Unterthemen und Fragen innerhalb jedes Schwerpunkts berücksichtigen zu können. Durch einen Konsultationsprozess möchte die MAG die oben genannten thematischen Schwerpunkte validieren und Anregungen erhalten, wie mit den Vorschlägen für zusätzliche Themen umgegangen werden kann.

    Alle Stakeholder sind eingeladen, Feedback zu diesem Aufruf zu geben und so das Programm des IGF 2020 thematisch mitzugestalten, indem sie das Formular unter https://www.intgovforum.org/multilingual/content/igf-2020-call-for-validation-of-thematic-tracks ausfüllen.

    Einreichungsfrist ist Donnerstag, 6. Februar 2020, 23:59 UTC.


  • Veröffentlicht am 16.11.17

    kinderrechte.digital

    20. November 2017: Heute ist Internationaler Tag der Kinderrechte, die UN-Kinderrechtskonvention feiert ihren 28. Geburtstag. Seit der Verabschiedung der Kinderrechte hat sich die Welt verändert, Internet, Apps und Onlinespiele sind für Kinder heute eine Selbstverständlichkeit. Sie bringen neue Möglichkeiten des Spielens und Lernens und können die Rechte von Kindern stärken, aber sie bergen auch Gefahren.

    Wer Kinderrechte heute verstehen und verwirklichen will, muss die Chancen und Risiken der Digitalisierung mitdenken und sich auf die digitalisierte Lebenswelt von Kindern einlassen. Jedes Kind hat das Recht auf Zugang zu digitalen Medien, auf Bildung mit digitalen Medien und die Vermittlung von Medienkompetenz. Das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit wird ganz klar durch das Internet gestärkt, aber dabei muss auch der Schutz vor neuen Formen und Phänomenen der Diskriminierung, beispielsweise Cyber-Mobbing oder Hate Speech, gewährleistet sein. Die Kinderrechtskonvention garantiert das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilhabe, aber bisher sind digitale Spielplätze für Kinder (noch) keine Selbstverständlichkeit. Die Privatsphäre von Kindern ist durch das Internet verletzlicher geworden, Gewalt und Missbrauch finden auch online statt. Deshalb muss das digitale Umfeld Schutzmechanismen bereitstellen, die das Alter und die Fähigkeit der Kinder berücksichtigen.

    Am Weltkindertag 2017 ist es Zeit, die Kinderrechte in der digitalen Welt zu stärken. Denn für Kinder stellt das Internet die Welt nicht auf den Kopf, sondern macht sie größer, bunter und vielfältiger.

    Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt - Kinderrechte.digital

    Im April 2016 hat der Europarat die sogenannte Sofia-Strategie zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Diese umfasst neben Aspekten wie Chancengleichheit, Teilhabe, Gewaltfreiheit und kinderfreundliche Justiz auch die Digitalisierung der Lebenswelten von Kindern. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Projektes Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen sowie Maßnahmen zum Schutz von Kindern und zur Prävention von Risiken analysiert.

    Im Zuge der internationalen Kooperation hat das Projekt Kinderrechte.digital vom 3. bis 6. Oktober 2017 am Weltkongress zur Würde des Kindes, veranstaltet von der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom, teilgenommen und ein Programm zur Umsetzung der „Erklärung von Rom", die zum Abschluss in einer Audienz Papst Franziskus präsentiert wurde, entwickelt. Die Erklärung fordert Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und die Zivilgesellschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Rechte und der Würde von Kindern in der digitalen Welt sicherzustellen. Die Erklärung von Rom kann auf der Projektwebseite kinderrechte.digital nachgelesen werden.