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FOKUS


  • Veröffentlicht am 04.04.23

    Aufruf zur Beteiligung am Programm des IGF 2023

    Marlene Fasolt, SDC

    Das IGF ist ein jährlich stattfindendes globales Multistakeholder-Forum mit dem Ziel einen Dialog über Internet Governance zu ermöglichen. Das diesjährige Internet Governance Forum findet vom 8. bis 12. Oktober im hybriden Format in Kyoto, Japan statt und steht unter dem Motto "Das Internet, das wir wollen - alle Menschen befähigen". Stakeholder können Vorschläge für verschiedene Arten von Konferenzbeiträgen einreichen, darunter Workshops, offene Foren, Lightning Talks, Networking Sessions und mehr. Die Deadline um Vorschläge einzureichen wurde bis zum 24. Mai 2023 um 23:59 UTC verlängert. Die einzureichenden Veranstaltungsformate müssen sich jeweils mit einem der folgenden thematischen Schwerpunkten befassen:

    • Cybersicherheit
    • Neue Technologien
    • Universeller Zugang
    • Data Governance
    • Rechte und Freiheiten
    • Digitale Zusammenarbeit
    • Wirtschaftliche Angelegenheiten
    • Ökologische Nachhaltigkeit
    • Medien und Inhalte
    • Technische und betriebliche Themen

    Auch in diesem Jahr sind kinderrechtliche Überlegungen für die Schwerpunkthemen von großer Bedeutung. Besonders in den Themenschwerpunkten Menschenrechte und Freiheiten sowie Cybersicherheit, Cyberkriminalität und Online-Sicherheit sollten Kinderrechte unbedingt mitgedacht werden.

    Wir freuen uns, wenn sich die Kinderrechte-Community wie im letzten Jahr aktiv in die Programmgestaltung einbringt und Vorschläge entwickelt. Bei der Einreichung von Workshop-Vorschlägen ist es besonders wichtig, die Diversität der Akteur*innen in Bezug auf regionale Herkunft, gesellschaftliche Gruppen, Geschlecht und Alter zu gewährleisten.

    Da das diesjährige IGF im hybriden Format stattfindet müssen für alle Teilnehmer*innen - unabhängig, ob online oder vor Ort - sinnvolle und zielführende Möglichkeiten der Beteiligung am Konferenzformat vorgesehen werden. Außerdem müssen mindestens ein*e Moderator*in und zwei Sprecher*innen vor Ort in Kyoto teilnehmen.

    Melden Sie sich gern bei uns unter jcroll@digitale-chancen.de, wenn Sie Themenvorschläge einreichen möchten und Unterstützung bei der Ansprache internationaler Partnerorganisationen oder der Auswahl der Sprecher*innen benötigen. Auch bei der Formulierung der im Einreichungsformular anzugebenden Informationen helfen wir gern.

    Weitere Informationen können hier gefunden werden.


  • Veröffentlicht am 09.03.23

    Kinderrechte stehen im Vordergrund der Einreichungen für das Programm des IGF 2023

    Marlene Fasolt, SDC

    Der thematische Schwerpunkt des IGF wird jedes Jahr von der IGF-Gemeinschaft durch eine öffentliche Umfrage festgelegt. Für das 18. jährliche Internet Governance Forum (IGF), das von der japanischen Regierung vom 8. bis 12. Oktober 2023 in Kyoto ausgerichtet wird, wurden alle Interessensvertreter*innen aufgefordert, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Sie hatten die Möglichkeit, bis zu drei Themen und bis zu drei Bereiche zu jedem Thema auszuwählen, die ihrer Meinung nach auf dem diesjährigen IGF vertreten sein sollten.

    Die Stakeholder konnten die folgenden zehn Themen auswählen:

    1. Cybersicherheit (17%)
    2. Neue Technologien (15%)
    3. Universeller Zugang (13%)
    4. Data Governance (13%)
    5. Rechte und Freiheiten (11%)
    6. Digitale Zusammenarbeit (10%)
    7. Wirtschaftliche Angelegenheiten (7%)
    8. Ökologische Nachhaltigkeit (7%)
    9. Medien und Inhalte (6%)
    10. Technische und betriebliche Themen (2%)

    Aus der Perspektive der Kinderrechte begrüßen wir die hohe Anzahl von Interessenvertreter*innen aus allen regionalen Bereichen, die Themen zu Kinderrechten eingereicht haben und wir erwarten, dass das diesjährige IGF einen starken Fokus auf Kinder und Jugendliche haben wird. Die Online-Sicherheit von Kindern wurde als das wichtigste Thema im Themenbereich Cybersicherheit angesehen, und die Rechte von Kindern im Internet waren das am häufigsten gewählte Thema im Themenbereich Rechte und Freiheiten. Darüber hinaus wurde das Thema Engagement von Jugendlichen häufig ausgewählt. In der Gruppe Westeuropa und andere (WEOG) gehörten die Online-Sicherheit von Kindern und die Rechte von Kindern im Internet zu den vier am häufigsten eingereichten Themen.

    Die Aufforderung zur Einreichung von thematischen Beiträgen war fast vier Wochen lang offen, vom 6. Januar bis zum 31. Januar 2023. 193 Interessensvertreter*innen selektierten insgesamt 524 Themen und 945 Themenbereiche im Online-Einreichungssystem des IGF. Die meisten Beiträge kamen aus der afrikanischen Region und von der Gruppe der zivilgesellschaftlichen Akteure. Eine vollständige Liste aller eingegangenen Beiträge sowie eine Analyse der Ergebnisse finden Sie auf der IGF-Website.

    Wir danken allen Kinderrechtsvertreter*innen für ihr Engagement, mit dem sie sich dafür eingesetzt haben, dass die Kinderrechte im IGF-Programm 2023 eine wichtige Rolle spielen.

    Auf der Grundlage der Ergebnisse des Aufrufs hat die Multistakeholder Advisory Group den thematischen Schwerpunkt für das IGF 2023 festgelegt. Das diesjährige IGF steht unter dem Motto "Das Internet, das wir wollen - alle Menschen befähigen" und wird sich in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten mit den folgenden thematischen Schwerpunkten befassen:

    • KI und aufkommende Technologien
    • Vermeidung der Internetfragmentierung
    • Cybersicherheit, Cyberkriminalität und Online-Sicherheit
    • Datenverwaltung und Vertrauen
    • Digitale Spaltung und Inklusion
    • Globale digitale Governance und Zusammenarbeit
    • Menschenrechte und Freiheiten
    • Nachhaltigkeit und Umwelt

    Die Aufforderung zur Einreichung von Sitzungsvorschlägen ist in Planung und wird voraussichtlich Anfang April 2023 veröffentlicht.


  • Veröffentlicht am 06.02.23

    Safer Internet Day: Junge Menschen vor sexualisierter Gewalt im Internet schützen

    Jutta Croll, SDC

    Am 7. Februar ist Safer Internet Day, der Tag, an dem sich weltweit Organisationen und Menschen für ein sicheres Internet engagieren. Kinder und Jugendliche verbringen heute viel Zeit im Internet und mehr Onlinezeit bedeutet auch ein höheres Risiko sexualisierter Gewalt im Netz. Deshalb hat das Projekt Kinderrechte.digital gemeinsam mit ecpat Deutschland im Rahmen der Arbeit des Nationalen Rates gegen sexuelle Gewalt ein Instrument entwickelt, um zu erkennen, wo sexualisierte Gewalt beginnt und in welchen Bereichen Gegenmaßnahmen notwendig sind. Mit Hilfe des Instruments können Anbietende und Entwickler*innen die Risiken bewerten, die potenziell mit ihren Angeboten einhergehen. So werden sie in die Lage versetzt zu erkennen, wo geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung zu etablieren sind. Pädagogisch tätigen Menschen kann das Instrument Aufschluss über die mögliche Anbahnung und den Verlauf sexualisierter Gewalthandlungen gegenüber Kindern und Jugendlichen geben. So können Gefährdungen, die mit dem digitalen Umfeld einhergehen, auch in klassischen Schutzkonzepten pädagogischer Einrichtungen berücksichtigt werden.

    Das Instrument zur Risikobewertung sexualisierter Gewalt im digitalen Umfeld kann hier heruntergeladen werden.


  • Veröffentlicht am 31.01.23

    Digital Detox am Safer Internet Day 2023

    Marlene Fasolt, SDC

    Am Dienstag, den 7. Februar 2023, findet der Safer Internet Day (SID) zum 20. Mal statt. Der Safer Internet Day ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche, der seit 2004 jährlich unter dem internationalen Motto „Together for a better internet“ veranstaltet wird. In Deutschland koordiniert die EU-Initiative klicksafe den Safer Internet Day 2023 mit dem thematischen Schwerpunkt „#OnlineAmLimit“. Dabei geht es um die Frage, bis zu welchem Punkt die Mediennutzung o.k. ist und ab wann man in die digitale Stressfalle tappt. Welche Fähigkeiten benötigen Erwachsene, Kinder und Jugendliche für eine gesunde Balance? Wie kann das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Zugang zu den Medien und Teilhabe am digitalen Umfeld in Einklang gebracht werden mit einer sicheren und verantwortungsbewussten Nutzung der vielfältigen digitalen Angebote? Macht es Sinn, verbindliche Regeln für den Medienkonsum in Job, Schule und Freizeit aufzustellen und wer kann das tun?

    Anlässlich des Safer Internet Days hat klicksafe eine Digital Detox Box mit Materialien für den Einsatz in Schulen zusammengestellt und bietet ein Quiz zum Thema „Digitale Abhängigkeit“ an. Viele weitere Veranstaltungen, wie Workshops, Schulveranstaltungen und Wettbewerbe runden das Programm zum SID 2023 ab. Um Aufmerksamkeit auf diesen Tag zu lenken, kann man sich auch ein Profilbild mit einem Rahmen generieren lassen, auf dem #Online am Limit #SID2023 steht.

    Mehr Onlinezeit bedeutet auch ein höheres Risiko sexualisierter Gewalt im Netz. Deshalb hat das Projekt Kinderrechte.digital gemeinsam mit ecpat Deutschland im Rahmen der Arbeit des Nationalen Rates gegen sexuelle Gewalt ein Instrument entwickelt, um zu erkennen, wo sexualisierte Gewalt beginnt und in welchen Bereichen Gegenmaßnahmen notwendig sind. Zum Safer Internet Day am 7. Februar wird das Instrument unter kinderrechte.digital in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht werden.

    Alle Interessierten sind aufgerufen, sich aktiv am Safer Internet Day zu beteiligen, z.B. durch die Durchführung oder Teilnahme an Veranstaltungen, das Teilen über Social Media Kanälen oder die Teilnahme an der Social-Media-Mitmachaktion zum Thema #expectation vs. #reality. Geplante Aktionen können im Anmeldeformular eingetragen werden.

    Weitere Informationen über den Safer Internet Day 2023 können hier gefunden werden.


  • Veröffentlicht am 27.01.23

    IGF-Botschaften 2022 und Aufruf für thematischen Beiträgen 2023

    Marlene Fasolt, SDC

    Das IGF-Sekretariat hat einen Aufruf zur Einreichung von thematischen Beiträgen für das IGF 2023 gestartet, der noch bis Dienstag, 31.01.2023, geöffnet ist. Das Formular kann hier gefunden werden.

    Das Ergebnis dieser Community-Umfrage dient später als Grundlage für die Workshop-Auswahl durch die MAG (Multistakeholder Advisory Group). Das bedeutet: Je häufiger ein Thema jetzt genannt wird, desto stärker wird es später im Programm vertreten sein. Wir ermutigen alle Kinderrechtsvertreter*innen, sich dafür einzusetzen, dass die Kinderrechte im Programm des IGF 2023 einen prominenten Platz einnehmen.

    Das IGF 2022 liegt nun schon ein paar Monate zurück, nachfolgend finden Sie die Botschaften und Erkenntnisse aus Addis Abeba.

    Das 17. jährliche Internet Governance Forum (IGF) wurde vom 28. November bis 2. Dezember 2022 von der äthiopischen Regierung in Addis Abeba in einem hybriden Format veranstaltet. Die IGF-Botschaften fassen die wichtigsten Erkenntnisse dieses IGF sowie die Forderungen an die Regierung und den Privatsektor zusammen. Die Botschaften konzentrieren sich auf die folgenden 5 Themen:

    • Vernetzung aller Menschen und Wahrung der Menschenrechte
    • Vermeidung der Internetfragmentierung
    • Verwaltung von Daten und Schutz der Privatsphäre
    • Ermöglichung von Sicherheit, Schutz und Verantwortlichkeit
    • Auseinandersetzung mit fortgeschrittenen Technologien, einschließlich KI

    Viele Sitzungen auf dem diesjährigen IGF konzentrierten sich auf die Rechte der Kinder, und die Botschaften betonen die Notwendigkeit, dass Kinder online die gleichen Rechte und den gleichen Schutz genießen wie offline. Sie rufen dazu auf, die Sicherheit der Kinder im Internet durch die Aufnahme von digitalen Kompetenzen in die Lehrpläne zu gewährleisten. Digitale Kompetenzen sind für alle Altersgruppen wichtig und erfordern differenzierte Ansätze für junge Menschen und ältere Generationen.

    Die Botschaften unterstreichen auch die Notwendigkeit, dass Gesetzgeber*innen und digitale Plattformen die Verantwortung für die Sicherheit von Kindern innerhalb eines Kinderrechtsrahmens, der mit internationalen Rechtsvereinbarungen, einschließlich der UN-Kinderrechtskonvention, im Einklang steht übernehmen, da beide Akteure die Verantwortung tragen.

    Andere Botschaften erwähnen nicht ausdrücklich die Rechte des Kindes, können aber auf den kinderrechtlichen Rahmen angewendet werden. Sie betonen, wie wichtig ein menschenrechtsorientierter Rahmen für einen sinnvollen Zugang zum Internet ist. Dies steht im Einklang mit der UN Kinderrechtskonvention und beinhaltet nicht nur den Zugang zum Internet, sondern auch die Möglichkeit der Nutzer*innen, sich frei zu äußern, die ungehinderte Ausübung demokratischer und politischer Teilhabe und die Möglichkeit für Personen aller Hintergründe, das Internet ohne Angst vor Belästigung oder Diskriminierung zu erleben.

    Übersetzungsprobleme stellen erhebliche Barrieren dar, die eine sinnvolle Beteiligung junger Menschen an den Gemeinschaftsstandards und -richtlinien der Plattformen verhindern können, da viele Online-Inhalte nicht in der jeweiligen Landessprache verfügbar sind. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen-sprachigen Gemeinschaften, um die Genauigkeit und Relevanz von Übersetzungen zu verbessern, ist ein wichtiger Bestandteil der Befähigung von Kindern und Jugendlichen zur Teilnahme. Es ist notwendig, die Intersektionalität digitaler Benachteiligungen durch die Kombination von Faktoren im Zusammenhang mit Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Sprache, sozialer Klasse und anderen Faktoren zu berücksichtigen.

    In den IGF-Botschaften wird Datenschutz als ein Menschenrecht hervorgehoben, das das Recht auf Privatsphäre, Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung sowie das Recht auf Gesundheitsversorgung, Bildung und öffentliche Dienstleistungen, freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit berührt. Datenschutzgesetze sollten substanziell und evidenzbasiert sein und eindeutig durchgesetzt werden können. Diejenigen, die von ihnen betroffen sind, sollten in der Lage sein, ihre Auswirkungen klar zu verstehen.

    Die vollständigen IGF-Botschaften können hier in englischer, französischer, spanischer, chinesischer, arabischer und russischer Sprache heruntergeladen werden.


  • Veröffentlicht am 20.12.22

    Im Rückspiegel: Ein kinderrechtlicher Blick auf die Sessions des IGF 2022 auf YouTube

    Marlene Fasolt, SDC

    Das 17. jährliche Internet Governance Forum (IGF) wurde vom 28. November bis 2. Dezember 2022 von der äthiopischen Regierung in Addis Abeba in einem hybriden Format veranstaltet. Alle Sitzungen wurden aufgezeichnet und sind auf dem YouTube-Kanal des IGFs zu finden und wir haben tägliche Berichte über die Sitzungen, die sich auf das Aufwachsen im digitalen Umfeld beziehen, als Fokusartikel auf dieser Website hochgeladen. Im Folgenden finden Sie die Links zu diesen Videos:

    Vorfahrt für Kinderrechte: Das Internet Governance Forum 2022 begann am 28. November in Addis Abeba:

    In der Sitzung an Tag 0 #35 Harass me not wurden die Teilnehmer*innen über geschlechtsspezifische Gewalt im Internet in verschiedenen Ländern und entsprechende Gegenmaßnahmen informiert.

    Der Globale Jugendgipfel stellte die Stimmen und Anliegen junger Menschen im digitalen Umfeld in den Mittelpunkt und wurde am Tag Null prominent präsentiert.

    Help me if you can ... Resilienz im Mittelpunkt von Tag 1 des IGF 2022:

    Die Networking-Sitzung Safe internet use for all: Helplines working with communities zeigte, dass es auf dem afrikanischen Kontinent ein großes Interesse von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Regierungen gibt, sich für den Online-Schutz von Kindern einzusetzen.

    Redner*innen bei der Eröffnungszeremonie: Resilient Internet for a shared sustainable and common future verwiesen auf die 2,7 Milliarden Menschen, die noch immer offline sind, und ermutigten die Teilnehmer*innen des IGFs, Lösungen für die Schaffung einer menschenzentrierten und widerstandsfähigen digitalen Zukunft zu finden.

    Sicherheit und Schutz standen auch im Mittelpunkt des WS #523 Youthful approach at data protection in messaging apps. Besonderes Augenmerk wurde auf das Quantencomputing gelegt, das einen massiven Einfluss darauf haben wird, wie die in Messaging-Apps offengelegten Nutzer*innendaten analysiert und zu ihrem Nutzen oder Schaden verwendet werden können.

    Im WS #70 Fighting the creators and spreaders of untruths online wurde ein sichereres Produktdesign, algorithmische Transparenz und die Entwicklung von Fähigkeiten zum kritischen Denken gefordert, um der Verbreitung von Unwahrheiten entgegenzuwirken. Eine professionelle Faktenprüferin in Äthiopien erklärte, wie schwierig es ist, in einem Land, in dem es über 80 verschiedene Sprachen gibt, zu überprüfen, was wahr und was falsch ist, wobei Inhalte selbst in den fünf Hauptsprachen schwer zu überblicken sind.

    Der WS #183 Digital Wellbeing of Youth: Self-generated sexualised content wurde vom Deutschen Kinderhilfswerk und der Stiftung Digitale Chancen organisiert und beschäftigte sich mit den Fragen: Was bedeutet " self-generated"? Welche Antworten geben die Gesetzgebung und weitere nationale Politiken und transnationale Strategien? Wie kann Internet Governance ein gemeinsames Vorgehen in Bezug auf unterschiedliche politische Systeme und kulturelle Hintergründe unterstützen?

    Im WS #269 Data privacy gap: the Global South youth perspective wurde gefordert, dass Datenschutz in der Schulbildung verpflichtend sein sollte, damit junge Menschen das Konzept des Schutzes ihrer Privatsphäre verstehen.

    How do we get this Right? - Tag 2: Umgang mit Rechten und Pflichten?

    Im WS #369 Harmonising online safety regulation befassten sich die Redner*innen mit der Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die Regulierungssysteme interoperabel sind und wie die Zusammenarbeit zum Schutz der Menschenrechte im Internet gut organisiert werden kann.

    Später am Tag wurde in der Hauptsitzung Our Digital Future: How Dynamic Coalitions support the Global Digital Compact von Vertreter*innen verschiedener dynamischer Koalitionen erörtert, wie spezifische intersessionelle Aktivitäten der dynamischen IGF-Koalitionen zur Entwicklung des sogenannten IGF+-Ökosystems beitragen können.

    Der WS #341 Global youth engagement in IG: successes and opportunities befasste sich mit den Möglichkeiten der Beteiligung junger Menschen an der Internet-Governance-Gemeinschaft, jugendorientierten Programmen und dem Aufbau einer Plattform für den Dialog und den Austausch von Erfahrungen und Ergebnissen zwischen Teilnehmer*innen und Organisator*innen verschiedener Projekte, Programme und Schulungen im Bereich Internet-Governance.

    Der WS #318 Gen-Z im Cyberspace: Are We Safe Online? unterstrich, dass die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen nicht nur in der Verantwortung der Eltern liegt, sondern viele verschiedene Interessensgruppen, darunter die Regierung, technische Expert*innen und die Zivilgesellschaft, erfordert.

    How do we get this Right? - Tag 3: Umgang mit Rechten und Pflichten?

    Zu Beginn des dritten Tages hielt die Dynamische Koalition für die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld ihre Sitzung Translation of data & laws into action for digital child rights ab. Angesichts der wachsenden Besorgnis über die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre von Kindern im digitalen Umfeld weisen Experten seit langem auf ein breites Spektrum an rechtlichen, regulatorischen, politischen und technologischen Lücken hin, die für den Aufbau robuster Präventions- und Reaktionsmechanismen erforderlich sind. Der Link zu diesem Video wird demnächst hochgeladen.

    Den Abschluss des Tages bildete die Hauptsitzung Connecting All People & Safeguarding Human Rights. In dieser Sitzung wurde die Regulierung als Mittel zur Bewältigung der verschiedenen Bedrohungen erörtert, die das Online-Umfeld für die Menschenrechte darstellt, wie z.B. Internetabschaltungen, die das Menschenrecht auf Zugang zu Informationen und Redefreiheit einschränken. Der Link zu diesem Video wird demnächst hochgeladen.

    Im Mittelpunkt die Menschen: Am Freitag, 02. Dezember ist das 17. Internet Governance Forum der Vereinten Nationen in Addis Abeba, Äthiopien zu Ende gegangen

    Am letzten Tag des IGF hielten die so genannten nationalen und regionalen IGFs aus aller Welt ihre gemeinsame Sitzung unter dem Titel Actions needed to keep our children safe online ab. Die Vertreter*innen betonten, dass die Rechte jedes Kindes im digitalen Umfeld respektiert, geschützt und erfüllt werden müssen. Kinder sollten Zugang zu altersgerechten und befähigenden digitalen Inhalten und Informationen aus einer großen Vielfalt von vertrauenswürdigen Quellen haben und gleichzeitig vor verschiedenen gefährlichen Risiken geschützt werden. Der Link zu diesem Video wird demnächst hochgeladen.

    Der WS #471 Adressing children’s privacy and edtech apps betonte, dass die Nutzung von edtech-Apps durch Kinder und Jugendliche verschiedene Risiken birgt, insbesondere im Hinblick auf die Privatsphäre und den Schutz ihrer persönlichen Daten. Große Unternehmen, die diese Dienste entwickeln und anbieten, von denen einige kostenlos sind, können große Datenmengen sammeln und diese nutzen, um personalisierte Werbung und Verhaltensmodulationen auf der Grundlage ihrer Schwachstellen zu senden.

    Der WS #252 Building a safe & trustworthy digital world for all children zeigte, dass das Internet zwar viele Möglichkeiten zum Lernen, zur Kommunikation, zur Kreativität und zur Unterhaltung bietet, aber zwei Drittel der Kinder weltweit zu Hause keinen Internetzugang haben. Damit künftige Generationen von den Vorteilen des digitalen Wandels profitieren und eine nachhaltige Zukunft gestalten können, ist es unerlässlich, Kinder ins Netz zu bringen, aber es geht nicht nur darum, die Konnektivität zu erhöhen, sondern auch auf spezifische Risiken zu reagieren. Der Link zu diesem Video wird demnächst hochgeladen.

    Der WS #352 Youth lenses on Meaningful Access and Universal Connectivity zeigte, dass sich das Konzept des universellen Zugangs im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, dass aber immer mehr Beweise dafür vorliegen, dass Konnektivität allein nicht ausreicht. Menschen und Institutionen aus allen Sektoren und Interessengruppen sollten über Konnektivität in einer ganzheitlichen Weise nachdenken, die berücksichtigt, wie die Menschen in der Lage sind, die Konnektivität zu nutzen, sobald sie Zugang haben.



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