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FOKUS


Veröffentlicht am 08.02.21

Unsere Rechte in der Digitalen Welt - Bericht über die Perspektive von Kindern auf ihre Rechte in der digitalen Welt

Marlene Fasolt, Stiftung Digitale Chancen

Am Dienstag, den 9. Februar 2021, findet zum 18. Mal der Safer Internet Day statt. Unter dem Schwerpunktthema „Together for a better Internet“ gibt es auf der ganzen Welt verschiedene Aktionen. In diesem Jahr geht es vor allem um die Bekämpfung von Fake News und Hass und Gewalt im Netz. Aus diesem Anlass stellen wir die Perspektive junger Menschen auf ihre Rechte in der digitalen Welt vor, denn dazu gehört Meinungsfreiheit ebenso wie der Zugang zu Informationen und der Schutz vor Gewalt.

In 2018 hat der Kinderrechteausschuss der Vereinten Nationen entschieden, eine Allgemeine Bemerkung zu den Rechten der Kinder in Bezug auf das digitale Umfeld zu erarbeiten. Um die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in dieser Allgemeinen Bemerkung zu berücksichtigen, wurden Workshops in 27 Ländern abgehalten. Insgesamt waren weltweit 709 junge Menschen im Alter von neun bis 22 Jahren eingeladen, sich zu ihren Rechten im digitalen Umfeld auszutauschen und ihre Meinung zu äußern.

Dabei wurde auch über die Gefahren von Hass und Gewalt im Netz gesprochen. Gewalt im Netz ist schlimmer als physische Gewalt, sagt zum Beispiel eine dreizehnjährigen Jugendliche aus Kroatien. Auch die Verbreitung von Fake News empfinden Jugendliche als großes Problem, welches dazu führe, dass man ‚nicht mehr weiß was wahr und was falsch ist‘.

Junge Menschen sind in der digitalen Welt zu Hause und möchten dazu gehören, egal wo sie leben. Aber sie denken, dass das Internet ihren Wünschen und Anforderungen besser gerecht werden müsste.

Insgesamt wurden in den Workshops acht Voraussetzungen für ein sicheres und kindergerechtes Internet erarbeitet:

  1. Preiswerter, barrierefreier und zuverlässiger Zugang zu Geräten und Netzwerken
  2. Altersgerechte Inhalte in der eigenen Sprache
  3. Maßnahmen zur Verhinderung und Beseitigung von diskriminierendem oder aggressivem Verhalten, damit jeder den gleichen Zugang und die gleichen Möglichkeiten bekommen kann
  4. Vertrauenswürdige und wahrheitsgemäße Informationen, einschließlich transparenterer Informationen von den Online-Diensten selbst darüber, wie persönliche Daten verwendet werden.
  5. Mehr Privatsphäre, insbesondere weniger Überwachung durch kommerzielle Unternehmen und Eltern
  6. Besseres Verständnis und bessere digitale Kompetenz der Eltern
  7. Dienste, die vor Angriffen und Missbrauch schützen
  8. Zugang zu vertraulichen und vertrauenswürdigen Quellen, um Informationen über die Gesundheit zu erhalten.

„Die Welt bewegt sich voran, also müssen wir das auch tun“ sagte ein zwölfjähriges kroatisches Mädchen in einem der Workshops und unterstreicht damit die Notwendigkeit, das Internet endlich besser für Kinder zu gestalten.

Der vollständige Bericht Our Rights in a Digital World ist vorerst nur auf Englisch erhältlich, er kann hier heruntergeladen werden.