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FOKUS


  • Veröffentlicht am 19.11.21

    Tag der Kinderrechte 2021

    Jedes Jahr am 20.November feiern wir den Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention, die im Jahr 1989 an diesem Tag vom Kinderrechteausschuss verabschiedet wurde.

    In 2021 gibt es ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Die 25. Allgemeine Bemerkung zu den Rechten von Kindern im digitalen Umfeld liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Digitale Medien spielen in allen Lebensbereichen von Kindern eine Rolle, sie verändern den Alltag der Menschen und das Aufwachsen von Kindern, bieten Chancen und bergen Risiken.

    Damit wir diese Veränderungen gut bewältigen, erklärt die 25. Allgemeine Bemerkung in insgesamt 125 Abschnitten, wie man die Rechte von Kindern heute, mehr als 30 Jahre nach der Verabschiedung der UN-KRK, verstehen muss, und was zu tun ist, um die Rechte von Kindern auch im digitalen Umfeld zu verwirklichen. Der Text gibt all denjenigen, die mit Kindern und für Kinder arbeiten, eine verständliche Grundlage und gute Rechtfertigung für ihren Einsatz, damit die Chancen der Digitalisierung von allen Kindern genutzt werden können.

    Die 25. Allgemeine Bemerkung wurde vom Kinderrechte-Ausschuss gemeinsam mit einer Gruppe von Kinderrechtsexpertinnen erarbeitet und am 2. März 2021 verabschiedet.

    Die Übersetzung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 25 des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes wurde in einer Kooperation der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunale Kinderinteressenvertretungen - Verein zur Umsetzung der Rechte des Kindes auf kommunaler Ebene e.V. (kurz BAG Kinderinteressen e.V.) und der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte verfasst und unter Mitwirkung eines Redaktionsteams, dem das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt angehört, bearbeitet.

    Alle bisher übersetzten Allgemeinen Bemerkungen zur UN-KRK stehen auch als barrierefreie PDF-Dateien unter www.kinderrechtekommentare.de zur Verfügung


  • Veröffentlicht am 21.10.21

    Internet Governance Forum 2021: Kinderrechte im digitalen Umfeld erneut im Fokus

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    Vom 6. bis 10. Dezember findet das Internet Governance Forum (IGF) 2021 als hybride Veranstaltung statt. Gastgeber ist die Regierung von Polen, die dazu einlädt, entweder vor Ort in Katowice oder digital per Zoom an der Veranstaltung teilzunehmen.
    Das diesjährige IGF steht unter dem Motto „Internet United“. Hier treffen Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit hochrangigen Regierungsvertreter*innenn aus aller Welt zusammen und befassen sich in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten mit den folgenden thematischen Schwerpunkten:

    • Ökonomische und soziale Inklusion und Menschenrechte
    • Universeller Zugang und relevante Vernetzung
    • Aufkommende Regulierung: Marktstrukturen, Inhalte, Daten und Verbraucher- und Nutzerrechte-Regulierung
    • Ökologische Nachhaltigkeit und Klimawandel
    • Integrative Internet-Governance-Ökosysteme und digitale Zusammenarbeit
    • Vertrauen, Sicherheit, Stabilität

    Die Themen Kinderrechte und Kinderschutz stehen auch in diesem Jahr wieder oben auf der Agenda des Internet Governance Forums. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit deutlich auf die Verwirklichung der Rechte von Kindern auf Schutz, Befähigung und Teilhabe im digitalen Umfeld. Dies spiegelt auch der Name der Dynamic Coalition zur Onlinesicherheit von Kindern, die bereits 2007 in Rio unter dem Titel Dynamic Coalition on Child Online Safety ihre Arbeit aufgenommen hat und nun den Namen Dynamic Coalition on Children‘s Rights in the Digital Environment trägt.

    Wir haben für Sie einen Zeitplan der Sessions zusammengestellt, in denen Aspekte des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen in einer digitalen Umgebung behandelt werden. So können Sie entscheiden, welche Teile des Programms für Sie interessant sind. Alle Sessions sind darauf ausgerichtet, die Teilnehmenden aktiv einzubeziehen, gleich ob sie vor Ort oder online dabei sind. Innerhalb der IGF-Woche werden wir von der Veranstaltung berichten, mit einem besonderen Fokus auf diese Sessions.

    Für die Teilnahme am IGF ist eine Registrierung hier erforderlich. Es wird empfohlen, die Registrierung rechtzeitig vor dem Veranstaltungsbeginn vorzunehmen. Sie erhalten eine Bestätigung die zum Zugang zu den Veranstaltungen vor Ort und den digitalen Zoom-Meetings berechtigt.

    IGF-Sessions zum Thema "Aufwachsen in einer digitalen Umgebung"

    6.12.2021 (Pre-Events)

    7.12.2021

    09.12.2021

    10.12.2021


  • Veröffentlicht am 20.09.21

    Weltkindertag 2021: Grund, die Kinderrechte in der digitalen Welt zu feiern!

    Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen

    Heute ist Weltkindertag. Das ist ein guter Anlass, Kinder aus der ganzen Welt zu Wort kommen zu lassen. In unserem Video hören und sehen Sie, was Kinder und Jugendliche über ihre Rechte in der digitalen Welt denken.

    Im letzten Jahr haben mehr als 700 Kinder weltweit an Workshops teilgenommen und sich darüber ausgetauscht, welche Bedeutung das Internet für ihr Leben hat, wo sie sich Schutz, aber auch mehr Freiheit wünschen und wer sie dabei unterstützen kann. Sie haben ganz konkrete Vorschläge gemacht, wie die digitale Welt kindgerecht gestaltet werden kann und was sich ändern muss.

    Der Bericht Unsere Rechte in der digitalen Welt gibt die Meinungen der Kinder wieder.

    Der Kinderrechteausschuss der Vereinten Nationen hat die Ergebnisse aus den Workshops aufgenommen in die 25. Allgemeine Bemerkung zu den Rechten von Kindern im digitalen Umfeld . Diese wird gerade auch in deutsche Sprache übersetzt. Eine kindgerechte Version der Allgemeinen Bemerkung, die gemeinsam mit Kindern aus Großbritannien erstellt wurde, haben wir schon jetzt gemeinsam mit Kindern aus Deutschland übersetzt. Das Poster In unseren eigenen Worten fasst die wichtigsten Forderungen für ein gutes und kindgerechtes Aufwachsen mit digitalen Medien zusammen.

    Seit der Verabschiedung der Allgemeinen Bemerkung im März 2021müssen die Regierungen in allen Teilen der Welt dafür sorgen, dass die Rechte von Kindern auch im digitalen Umfeld geachtet, geschützt und verwirklicht werden. Die Allgemeine Bemerkung ist also so etwas wie eine ToDo-Liste für Regierungsvertreter*innen, aber auch für andere Akteure, die an der Gestaltung des digitalen Umfeldes mitwirken und für diejenigen, die für ein gutes Aufwachsen von Kindern Verantwortung tragen.

    Am heutigen Weltkindertag wollen wir darauf hinweisen und wir wollen feiern, dass die Kinderrechte überall auf der Welt - auch im digitalen Raum - gelten.


  • Veröffentlicht am 10.09.21

    Wahlhilfen zur Bundestagswahl 2021

    Marlene Fasolt, Stiftung Digitale Chancen

    Aus Anlass der Bundestagswahl 2021 gibt es zwei Initiativen der National Coalition Deutschland, die eine Wahlhilfe für Personen bieten können, die sich für eine bessere Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland einsetzen. Diese werden hier vorgestellt.

    1. Kinderrechte Kompass

    Am 26. August 2021 ist der Kinderrechte Kompass online gegangen. Hierfür wurden 24 kinderrechtsbezogene Thesen, z.B. „Jugendliche sollen bei Bundestagswahlen ab 16 Jahren wählen dürfen“, an die sechs Parteien im Bundestag geschickt: CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, LINKE, FDP und AfD. Diese sechs Parteien haben darauf geantwortet und die Antworten zu 13 der Thesen wurden in dem Kinderrechte Kompass veröffentlicht. Es wurden nur die Thesen ausgewählt, bei denen die Parteien unterschiedlicher Meinungen waren. Ähnlich wie bei dem Wahl-O-Mat kann man seine eigene Meinung zu den Thesen angeben (Zustimmung, Neutral oder Ablehnung) und im Anschluss sehen welche Parteien am besten zu einem passen.

    Außerdem kann man einstellen, ob man die Thesen und die Antworten der Parteien in der Standardsprache oder in einer einfachen Sprache lesen möchte, damit auch Kinder und junge Personen sich hiermit ein Bild verschaffen können, welche Parteien ihre Rechte schützen.

    Der Kinderkompass ist hier aufrufbar.

    2. #KinderrechteChampion

    Das Ziel der Initiative #KinderrechteChampion ist es, Bundestagskandidat*innen bei der anstehenden Bundestagswahl dafür zu gewinnen, sich für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention stark zu machen. Wenn Bundestagskandidat*innen folgende Forderungen unterstützen, erhalten sie ein virtuelles #KinderrechteChampion Siegel und ein Social Media Toolkit:

    1. Beteiligung von Kindern fördern
    2. Investitionen in Bildung stärken
    3. Kinderarmut und Ungleichheit bekämpfen

    Mehr als 300 Politiker*innen wollen sich in der nächsten Legislaturperiode für Kinderrechte einsetzen, auf der Website der Initiative werden alle #KinderrechteChampions vorgestellt, so können sich Wähler*innen vorab informieren, welche Bundestagskandidat*innen sich für die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen.


  • Veröffentlicht am 21.06.21

    Das europäische Gesetz über digitale Dienste muss auch für Kinder sorgen!

    Stiftung Digitale Chancen

    Kinder und Jugendliche haben in der Offline-Welt seit langem etablierte Rechte und Anspruch auf Schutz. Ihr heute von digitalen Technologien geprägtes Leben muss den gleichen Standards unterliegen. Unsere digitale Welt ist eine maßgeschneiderte Umgebung, die durch bewusste Entscheidungen gestaltet wird. Wir müssen uns jetzt für die Gestaltung einer digitalen Welt entscheiden, die junge Menschen unterstützt und stärkt und ihre Rechte wahrt. Das europäische Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) stellt eine einzigartige Gelegenheit dar, um sicherzustellen, dass die Rechte von Kindern online respektiert, verankert und verwirklicht werden.

    Kindheit wird heute durch die Verfügbarkeit (oder auch das Fehlen) von Technologie maßgeblich geprägt. Dennoch leben Kinder - die immerhin zwanzig Prozent der Nutzer*innen digitaler Dienste in der EU ausmachen - in einer digitalen Welt, die von Erwachsenen für Erwachsene gestaltet wurde und getrieben ist von kommerziellen Interessen.

    Die Probleme, mit denen Kinder in der digitalen Welt konfrontiert werden, sind systemischer Natur. Sie beschränken sich nicht auf technische Fehler oder böswillige Akteure, sondern resultieren aus den Funktionen und der Architektur der Produkte und Dienste, die Kinder für den Zugang zu Bildung, Gesundheit und Unterhaltung sowie für bürgerschaftliches Engagement und zur Aufrechterhaltung ihrer Beziehungen zu Familie und Freunden nutzen. Kinder werden regelmäßig mit Informationen, Verhaltensweisen und Zwängen konfrontiert, mit denen viele von ihnen aufgrund ihres individuellen Entwicklungsstandes (noch) nicht umgehen können. Sie lernen fremde Erwachsene kennen, werden zu Käufen innerhalb eines Spieles gedrängt, mit gefährlichen oder schädlichen Inhalten konfrontiert, mit gezielter Werbung und Fehlinformationen bombardiert und einer invasiven, extraktiven Datenerfassung unterworfen.

    Wir müssen bessere Bedingungen für Kinder im Internet aushandeln, und um dies zu erreichen, müssen Kinder im digitalen Umfeld als Rechteinhaber anerkannt werden. Schutzmaßnahmen, Privilegien und Rechte, die junge Menschen offline befähigen und unterstützen, müssen auch online gelten.

    Die britische 5Rights Foundation und die Stiftung Digitale Chancen, unterstützt von der breiteren Kinderrechts-, Menschenrechts-, Digitalrechts- und Verbraucherschutz-Gemeinschaft, fordern das Europäische Parlament und den Ministerrat auf, eine Kinderklausel in das europäische Gesetz über digitale Dienste aufzunehmen. Diese Klausel soll alle Anbieter von Diensten, die potenziell von Kindern genutzt werden können oder die Auswirkungen auf Kinder haben, auf der Grundlage gesetzlicher Standards dazu verpflichten, die Rechte von Kindern zu wahren, Folgenabschätzungen ihrer Dienste in Bezug auf Kinder vorzunehmen und systemische Risiken für die Rechte von Kindern zu minimieren. Das europäische Gesetz über digitale Dienste muss ein Schutzniveau garantieren, das von Unternehmen nicht unterschritten werden darf; wobei die Bereitstellung von darüber hinausgehenden, zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Kinder auf nationaler Ebene nicht ausgeschlossen sein sollte, insbesondere im Hinblick auf technologische Innovationen. Der "One-Stop-Shop"-Durchsetzungsmechanismus des Gesetzes darf die reibungslose und rechtzeitige Durchsetzung der Kinderrechte im gesamten Gebiet der Union nicht behindern.

    Es ist jetzt an der Zeit, die digitale Welt so zu gestalten, wie junge Menschen sie verdienen.



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